Fragen zum Familien Bonus Plus

Haftet der Arbeitgeber bei unrichtigen Angaben des Dienstnehmers?

Wie bereits berichtet kann der Familienbonus Plus bereits bei der laufenden Lohnverrechnung berücksichtigt werden.
Die Lohnsteuerrichtlinien (LStRL) treffen zur Haftung des Arbeitgebers Aussagen:

Der Arbeitnehmer hat das dafür vorgesehene Formular mit den entsprechenden Angaben zum Kind beim Arbeitgeber abzugeben.
Zudem muss der Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber einen Nachweis über den Familienbeihilfebezug vorlegen.
Bei offensichtlich unrichtigen Angaben darf der Arbeitgeber den Familienbonus Plus allerdings nicht berücksichtigen.
Es besteht somit eine Haftung des Arbeitgebers wegen unrichtiger Abgaben in der Erklärung des Arbeitnehmers dann, wenn offensichtlich unrichtige Erklärungen des Arbeitnehmers beim Steuerabzug berücksichtigt wurden. Dies wäre in Fällen von grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz gegeben.

Wie ist mit laufenden Änderungen umzugehen?

Ändern sich die Verhältnisse beim Arbeitnehmer, so hat dies der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber innerhalb eines Monats mit dem dafür vorgeschriebenen Formular (E31) zu melden.

Folgende Änderungen sind jedenfalls bekanntzugeben:

·         Wegfall der Familienbeihilfe
·         Änderung des Wohnsitzstaates des Kindes
·         Wechsel des Familienbeihilfeberechtigten
·         Wegfall des Anspruchs auf den Unterhaltsbetrag

Die gewählte Aufteilung des Familienbonus kann von den Steuerpflichtigen während eines Jahres nur bei einer Änderung der maßgebenden Verhältnisse verändert werden. Wichtig ist, dass der Arbeitgeber den Familienbonus Plus jedenfalls ab dem Folgemonat nicht mehr berücksichtigen darf, sobald das Kind das 18. Lebensjahr vollendet hat.