Fortsetzung der Corona-Hilfsmaßnahmen

Investitionsprämie

Die Antragsfrist endet am 28. Februar 2021. Über die neue Investitionsprämie als Anreiz für Unternehmen haben wir bereits am 7. September 2020 ausführlich im Zuge der Gesetzwerdung des Konjukturstärkungsgesetz (KonStG) 2020 berichtet. Wir dürfen auf diese Ausführungen in Grundsätzen verweisen.

Im Folgenden dürfen wir die nunmehrigen Änderungen darstellen und erläutern:

NICHT VERGESSEN: Die ANTRÄGE auf INVESTITIONSPRÄMIE können noch bis 28. Februar 2021 bei der AWS eingebracht werden. Anträge für die Investitionsprämie können sowohl durch den Förderungswerber, als auch durch den Steuerberater, Wirtschaftsprüfer der Bilanzbuchhalter beim AWS eingebracht werden.
ACHTUNG: Ab einer Zuschusshöhe von EUR 12.000,00 ist die Aktivierung des förderbaren Investitionsgutes zusätzlich von einem Vertreter (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter) zu bestätigen. Die vom Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter vorbereiteten Anträge sind vom Förderungswerber jedenfalls zu unterschreiben.

Bei der Investitionsprämie sind folgende Änderungen vom Gesetzgeber in Vorbereitung:

  • Verlängerung der Frist für erste Maßnahmen (nicht jedoch für die Antragstellung), die den Beginn der Investition kennzeichnet, von derzeit spätestens 28. Februar 2021 bis 31. Mai 2021
  • Verlängerung des Investitionsdurchführungszeitraums, der den Abschluss der Investition kennzeichnet, von derzeit spätestens 28. Februar 2022 auf den 28. Februar 2023 (für Anträge mit einem Investitionsvorkommen bis zu EUR 20 Millionen), auf den 28. Februar 2025 (bisher 28. Februar 2024 bei einem Investitionsvorkommen von über EUR 20 Millionen)
  • Verlängerung der Abrechnungsfrist von drei auf sechs Monate

Die Anpassung der Richtlinie und die erforderliche Gesetzwerdung sind noch ausständig. Die geplanten Änderungen betreffen sowohl bestehende, als auch neue Anträge.

THT-Tipp:

Gerne sind die THT-Berater Ihnen bei der Einbringung und Bearbeitung Ihrer Anträge behilflich, aber bedenken Sie, die Frist für die Antragstellung endet am Sonntag, den 28. Februar 2021.

Weitere wichtige Hilfsmaßnahmen

Das Finanzministerium hat weitere wesentliche Hilfsmaßnahmen für die heimische Wirtschaft auf den Weg gebracht:

  • höhere Beihilfen gelten ab sofort. Die bisherige Obergrenze beim Fixkostenzuschuss II wurde von EUR 800.000,00 auf EUR 1.800.000,00 angehoben.
  • Für den Verlustersatz steigt die Obergrenze von EUR 3 Mio auf EUR 10 Mio, pro Unternehmen
  • Ausfallsbonus ab sofort beantragen: Der Ausfallsbonus kann für den Zeitraum November 2020 bis Juni 2021 bezogen werden. Mit dem Ausfallsbonus werden per Ersatzrate bis zu 30 % des Umsatzes ersetzt. Dabei besteht die erste Hälfte aus dem Ausfallsbonus und die andere Hälfte auf seinem Vorschuss auf den Fixkostenzuschuss II. Die Maximalhöhe beträgt EUR 60.000,00 (EUR 30.000,00 Ausfallsbonus und EUR 30.000,00 Vorschuss pro Monat).

Hilfen für indirekt Betroffene:

Mit der Hilfe für indirekt Betroffene soll, wie beim Umsatzersatz für direkt Betroffene, der Umsatz für die Monate November und Dezember 2020 ersetzt werden. Antragsvoraussetzung ist, dass mindestens 50 % der Umsätze der Betroffenen, mit einem oder mehreren im Lockdown geschlossenen Betrieben besteht. Außerdem muss im Betrachtungszeitraum ein Umsatzeinbruch von mindestens 40 % im Vergleich zum Vorjahr (November/Dezember 2019) bestehen. Für die Berechnung der Höhe der Beihilfen gelten grundsätzlich dieselben Ersatzraten wie beim Umsatzersatz für direkt Betroffene. Anträge können ab sofort bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden, um den betroffenen Unternehmen ausreichend Zeit für die Beantragung zu gewähren.

THT-Tipp:

Ihre THT-Berater sind Ihnen bei den Anträgen gerne behilflich.