Ärzte – Änderungen der Umsatzsteuerrichtlinien

ARBEITSMEDIZINER UND ÄRZTLICHE GUTACHTEN

Konkrete Anlagsfälle haben zu einer Änderung der Umsatzsteuerrichtlinien bei der Tätigkeit von Arbeitsmedizinern sowie bei ärztlichen Gutachten geführt. Diese traten bereits mit 1. Jänner 2014 in Kraft.

Bei der Tätigkeit der Arbeitsmediziner ist im Fall einer Gesamtbetragsabrechnung aus Vereinfachungsgründen davon auszugehen, dass der Anteil der steuerpflichtigen Tätigkeiten 90 % und der Anteil der steuerfreien Tätigkeiten 10 % beträgt. 
Das heißt, die Umsätze aus der Tätigkeit als Arbeitsmediziner sind grundsätzlich umsatzsteuerpflichtig, was in der Folge auch zum Recht auf (anteiligen) Vorsteuerabzug führt.

Steuerfrei bleiben nach wie vor:

  • die individuelle Beratung der Arbeitnehmer,
  • die arbeitsmedizinische Untersuchung von Arbeitnehmern, ausgenommen Einstellungs- und berufliche Eignungsuntersuchung,
  • Durchführung von Schutzimpfungen und
  • die Dokumentation dieser Tätigkeiten.