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Das Abgabenänderungsgesetz 2014 wurde Anfang des Jahres vom Gesetzgeber beschlossen und ist am 1. März 2014 in Kraft getreten. Es kommen aufgrund „budgetärer Zwänge“ massive abgabenrechtliche Belastungen auf uns zu.

Änderungen gab es:

  • im Einkommenssteuergesetz (EStG) und im Körperschaftsteuergesetz (KStG)
  • bei der GmbH "light"
  • bei der Normverbrauchsabgabe
  • bei Schaumwein- und Zwischenerzeugnissteuer
  • bei der Alkoholsteuer
  • der Tabaksteuer
  • bei Reisefreimengen von Tabakprodukten im innergemeinschaftlichen Reiseverkehr

Hier finden Sie einen kurzen Überblick über die Neuerungen.

Das 1. Stabilitätsgesetz 2012 bringt das EStG betreffende Änderungen mit sich, die vom steuerlichen status-quo hin zu einer breiten Immobilienertragssteuer führen sollen. Damit der Übergang nicht allzu abrupt geschieht, wird zwischen altem und neuem Vermögen unterschieden, wobei der Stichtag der 31.03.2002, in Ausnahmefällen der 31.03.1997, ist. Die ab diesem Zeitpunkt erstandenen Liegenschaften fallen seit dem 01.04.2012 uneingeschränkt unter die neue Immobiliensteuer (Immo-ESt). Diese wird mit einer Flat Tax von 25% des Veräußerungsgewinnes berechnet. Benötigen Sie nähere Informationen, bitte kontaktieren Sie uns. Eine kurze Zusammenfassung zu den Neuerungen der Immobilienbesteuerung finden Sie hier als Download.

Bisher kamen nur lohnsteuerpflichtige DienstnehmerInnen in den Genuss der begünstigten Besteuerung (6 % fest (fix) Steuersatz) der Sonderzahlungen.

Mit 1.1.2010 ist nun der letzte Teil der Steuerreform 2009 in Kraft getreten. Um den einkommensteuerpflichtigen UnternehmerInnen und Selbstständigen eine adäquate Begünstigung zukommen zu lassen, wurde der bisherige „Freibetrag für investierte Gewinne“ (FiBiG), der bis einschließlich 2009 nur UnternehmerInnen und Selbstständigen, die ihr Jahresergebnis aufgrund einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung ermittelten, zustand, auf 13 % des Jahresgewinnes erhöht und auf alle betrieblichen Einkünfte ausgedehnt. Außerdem wurde zur Förderung der Klein- und Mittelbetriebe für Jahresgewinne bis EUR 30.000.– keine Investitionsbedingung an die Geltendmachung des Freibetrages geknüpft. Damit steht jedem Steuerpflichtigen ein absetzbarer Freibetrag bis maximal EUR 3 900.– zu.

Eine Gleichstellung der nichtselbstständigen mit den selbstständigen Steuerpflichtigen ist dem Gesetzgeber mit dieser Maßnahme aber nicht gelungen. Ein Schritt in die richtige Richtung ist dennoch zu verzeichnen, denn Unselbstständige müssen einerseits keine Investitionen tätigen, um in den Genuss der günstigen Besteuerung der Sonderzahlungen zu kommen, andererseits gibt es keine Deckelung für die begünstigte Besteuerung. Bei UnternehmerInnen ist die Deckelung des Gewinnfreibetrages mit EUR 100.000.– pro Jahr (das entspricht einem Jahresgewinn von EUR 769.230.–) beschränkt

Noch kurz vor dem Jahreswechsel wurde die für den Eintritt der Rechnungslegungspflicht (Bilanzierungspflicht gem. § 5 EStG) maßgebliche Umsatzgrenze von bisher EUR 400.000.– auf EUR 700.000.– hinaufgesetzt. Die neue Rechnungslegungsgrenze ist mit 1.1.2010 in Kraft getreten und wird auf Jahresabschlüsse für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2009 beginnen, angewendet. Das bedeutet, dass Unternehmen, die 2008 und 2009 lediglich Umsätze in Höhe von jeweils unter EUR 700.000.– erzielt haben, ab dem Wirtschaftsjahr 2010 nicht rechnungslegungspflichtig sind und damit  für ertragsteuerliche Belange die Gewinnermittlung entweder nach § 4 Abs. 1 oder § 4 Abs. 3 EStG gewählt werden kann.

Eine unangenehme Kostenbelastung wurde für freie DienstnehmerInnen eingeführt: Demnach sind Vergütungen an freie Dienstnehmer seit 1.1.2010 dem Dienstgeberbeitrag (DB, 4,5 %) und der Kommunalsteuer (KommSt, 3 %) unterworfen. Sollte das auftraggebende Unternehmen auch Mitglied der Wirtschaftskammer sein, unterliegen die Vergütungen auch dem Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag (DZ, 0,4 %). Begründet wird diese Belastung damit, dass ab 2010 auch freie DienstnehmerInnen in den Genuss des Gewinnfreibetrages (13 %) kommen. Diese Begründung unterliegt allerdings dem Trugschluss, dass der Gewinnfreibetrag dem freien Dienstnehmenden zukommt, während die Belastung mit DB, DZ und KommSt den Auftraggebenden trifft.